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Schallschutz erhält mehr Gewicht

Buchmesse bringt Titel zum Bauen und Sanieren

14.10.2011, 08:06

Mann und Frau vor einem Schaukasten mit Büchern
Architekturtitel stießen auf der Buchmesse auf großes Interesse. © Grund-Ludwig

Die Buchmesse in Frankfurt hat am 11. Oktober ihre Pforten geöffnet. Mit im Angebot waren auch spannende Titel zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren. Spannend dabei: Der Schallschutz, lange wenig berücksichtigt bei Sanierungs- und Baumaßnahmen, rückt stärker in den Fokus der Autorinnen und Autoren. Einige Titel gibt es zudem mittlerweile auch als E-Books.

Neu im Programm hat der Beuth-Verlag einen Titel, der sich speziell mit der Sanierung im Mietwohnungsbau beschäftigt. Der Bauingenieur Günter Kohlbecker hilft Architekten, aber auch Verantwortlichen in der Wohnungswirtschaft die Abläufe bei der Sanierung zu optimieren. Ein eigenes Kapitel ist der Einbeziehung der Mieter gewidmet. Abschließend geht Kohlbecker auch auf das Thema Schallschutz ein.

Um das Thema Nachhaltig Bauen geht es auch im gleichnamigen Titel des Schweizer Teams Holger Wallbaum, Susanne Kytzia und Samuel Kellenberger, das im VDF-Verlag erschienen ist. Wallbaum ist Professor für Nachhaltiges Bauen an der ETH Zürich und hat in dem Buch vor allem Beispiele aus der Baupraxis in der Schweiz zusammengetragen. Das Autorenteam bietet den Einstieg über die Themen "Denkschule", "Handwerkszeug" und "Beispiele" an und adressiert Studentinnen und Studenten, aber auch Fachleute, die sich bislang noch nicht ausfürhlich mit dem Thema befasst haben. "In Zukunft sollten Überlegungen dazu, was über eine lange Betrachtungszeit sinnvoll ist, in jeder Disziplin inhärent sein. Insofern ist der 'Nachhaltigkeitsexperte' nur eine Übergangsaufgabe", beschrieb Wallbaum seinen Ansatz in einem Interview.

Der Campus Verlag adressiert das Thema Nachhaltiges Bauen mit dem Titel Städte und ihre Eigenlogik aus der Reihe Interdisziplinäre Stadtforschung. Die Reihe wird gemeinsam mit der TU Darmstadt entwickelt. Herausgeber sind Martina Löw und Georgios Terizakis. Sie ist Professorin in Darmstadt und beschäftigt sich mit Stadt- und Regionalsoziologie. Terizakis ist Koordinator der Wissenschaft-Praxis-Kooperationsstelle am Forschungsprojekt "Eigenlogik der Städte" an der TU Darmstadt. Spannend ist das Kapitel "Stadt als gebauter Raum." Dort geht es unter anderem um die Frage, wie Städte "Randzonen" und "Zwischenräume" erschließen und gestalten können.

Die Umgestaltung der Städte steht auch um Mittelpunkt eines englischsprachigen Bandes, den der Springer-Verlag gezeigt hat. Eco Urban Design von John Flannery und Karen Smith beschäftigt sich anhand internationaler Bauprojekte. Leider haben sie nur wenige Beispiele aus Europa unter die Lupe genommen, darunter den Solar Tube von Driendl Architects in Wien. Sie haben Wert darauf gelegt, deren Gebäude vorzustellen, deren Carbon Footprint nicht nur auf dem Reißbrett geplant, sondern bereits in der Praxis belegt ist. Deshalb sind auch einige der Projekte vor zehn oder mehr Jahren abgeschlossen worden.

Interessant waren auf der Messe auch einige Publikationen aus Universitätsverlagen. Druckfrisch lagen vom Verlag der Bauhaus Universität Weimar zwei Tagungsbände vor, zur Bauphysiktagung und zu einer Veranstaltung zum Thema nutzerorientierte Bausanierung. Einer der Schwerpunkte der Bauphysiktagung, die Ende September 2011 stattgefunden hat, waren die Themen Behaglichkeit und Raumklima. Bei der Tagung zur Bausanierung ging es um die Fragestellung, was Planer und Architekten tun können, um die Bedürfnisse künftiger Nutzer bei der Sanierung besser zu berücksichtigen.

Einen sehr schönen Band hat die Universität Bozen in deutscher Sprache vorgelegt. "Bauen mit Holz - Planungsdetails für Niedrigenergiehäuser" ist eine gute uind detailreiche Planungshilfe für Handwerker, Ingenieure und Architekten. Für Details wie erdberührende Bauteile, Auskragungen und unterschiedliche Dachvarianten gibt es sowohl konkrete Vorschläge zur Ausführung als auch tabellarische Übersichten zu den Eigenschaften verschiedener Materialien, die dabei verwendet werden können. Das Buch ist praxisorientiert, übersichtlich und ausgesprochen schön gestaltet.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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