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Holzfassaden und Holzdämmstoffe im Überblick

Broschüre stellt Konzepte für Holzhäuser vor

18.12.2013, 07:00

Mietwohnanlage in Augsburg
Mietwohnanlage erhält Holzbaupreis. © D. Hagenguth

Die neue 60-seitige Broschüre "Holzhauskonzepte" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) informiert über den einzigartigen Baustoff Holz und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, sei es als Konstruktionsmaterial oder als Werk- und Dämmstoff.

Autor Ludger Dederich gibt dem interessierten Bauherren, Architekten oder Bauausführenden einen Überblick über verschiedene Bauweisen, die mit dem nachwachsenden Rohstoff möglich sind, und erläutert die bauphysikalischen und gebäudetechnischen Zusammenhänge. Informationen zur Beständigkeit und zum Wohnwert des Bauens mit Holz runden den Inhalt ab.

Wohl kaum ein anderer Baustoff vereinigt in dem Maße wie Holz technische, baubiologische, ökologische und ästhetische Qualitäten. Dies spiegelt sich in den langsam, aber stetig wachsenden Marktanteilen wider: So ist bei insgesamt abnehmender Neubautätigkeit die anteilige Holzbauquote für Wohngebäude seit 1993 kontinuierlich gestiegen: von unter 8 Prozent im Jahr 1993 auf über 15 Prozent im Jahr 2011.

Dass der moderne Holzbau inzwischen zunehmend auch urbane Räume erobern kann, zeigen die in den letzten Jahren gebauten Holzhochhäuser bis hin zum 8-Geschosser. Darunter sind auch massive Holzhäuser wie der bei der Internationalen Bauausstellung in Hamburg vorgestellte Woodcube, der zu 90 Prozent aus Holz besteht.

Zwei wesentliche wirtschaftliche und technische Vorteile sprechen für den Einsatz von Holz bei der nachträglichen innerstädtischen Verdichtung: Zum einen ermöglichen hohe Vorfertigungsgrade kurze Errichtungszeiten, zum anderen ist das relativ geringe Gewicht ein Pluspunkt bei Aufstockungen.

Für die energetische Fassadensanierung wiederum eignen sich vorgesetzte Holzelemente, die mit biobasierten Dämmstoffen wie zum Beispiel Zellulose ausgefüllt werden können. Die Vorteile liegen auch hier in den kurzen Errichtungszeiten, in der Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und in der einfachen Entsorgbarkeit, da anders als bei Wärmedämmverbundsystemen keine Materialien verklebt werden. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat ein solches Projekt in seinem Wettbewerb "Holzbau Plus" ausgezeichnet: Die energetische Sanierung einer 60er Jahre-Mietwohnanlage der Wohnungsbaugesellschaft Augsburg.
Quelle: FNR / pgl

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