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Architekt Meinhard von Gerkan plant Zentrum für Nachhaltigkeit

Berlin Tegel soll zum weltweiten Vorzeigemodell werden

25.06.2009, 09:54

Flughafen Berlin-Tegel
In Tegel soll über nachhaltiges Bauen informiert werden. Bild: Schmieding/ Berliner Flughäfen

Der Architekt Meinhard von Gerkan will das Gelände des Berliner Flughafens Tegel, der im April 2012 geschlossen wird, zum internationalen Showroom für nachhaltige Stadtentwicklung und Bauen machen. Das von von Gerkan selbst geplante Flughafengebäude soll zum Demonstrationszentrum für deutsche Ingenieurs- und Planungsleistungen werden und auf dem Freigelände rund um die Rollbahnen eine  Energie-Plus-Stadt entstehen. Auf der Kongressmesse Consense fiel die Vision des international anerkannten Architekten auf fruchtbaren Boden.

Auch in Berlin kommen die Pläne von Gerkans für den Flughafen Tegel offenbar gut an: Inzwischen wurden sie unter der Überschrift "TXL Plus - Schaufenster einer Energie-Plus-Stadt" an der Hamburger Academy for Architectural Culture unter Leitung von Gerkans konkretisiert. Die Ergebnisse sollen in diesen Tagen vorgestellt werden. Einige davon präsentierte Gerkan schon auf der Consense. So soll das sechseckige Flughafengebäude erhalten bleiben und zu einem Demonstrationszentrum für Nachhaltigkeit ausgebaut werden. Von Gerkan spricht dabei von einem "Nukleus mit Strahlkraft in die ganze Welt". Um diese Vision zu verwirklichen, soll die Stadt Berlin das Gebäude Firmen, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen, mehr oder weniger kostenlos zur Verfügung stellen.

In dem nachhaltigen Stadtquartier, das auf etwa 60 Hektar Fläche entstehen soll, ist kein Benzin- oder Diesel-betriebener Autoverkehr vorgesehen. Autos werden am zentralen Parkhaus gegen emissionsfreie Elektrofahrzeuge ausgetauscht. Für die Energiegewinnung sind Windräder und große Photovoltaikflächen vorgesehen. So soll zum Beispiel anstelle des ehemals von von Gerkan zwar geplanten, aber nie gebauten zweiten sechseckigen Terminals eine große Photovoltaik-Farm entstehen.

Von Seiten der Berliner Stadtentwicklungssenatorin heißt es laut Tagesspiegel, TXL Plus habe sich zu einer vielversprechenden Alternative zu bisherigen Ideen entwickelt. Sollte das Projekt umgesetzt werden, könnte sich in einigen Jahren vielleicht auch von Gerkans auf der Consense vorgetragener Wunsch erfüllen. Dass nämlich die Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen dann in dem ebenfalls geplanten, zentralen Hörsaal des Demonstrationszentrums stattfindet. sth

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