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Azubis für Bauhandwerksberufe sind schwer zu gewinnen

Bauwirtschaft zieht durchwachsene Bilanz 2012

28.03.2013, 07:15

Eine verhaltene Bilanz für das Baujahr 2012 zog Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft auf der Frühjahrspressekonferenz.

Zwar wurde mit einem Umsatzwachstum von 2,5 Milliarden Euro (+1,2 Prozent) nominal deutlich die 200-Milliarden-Euro-Marke übersprungen, doch Preissteigerungen im Bereich der Rohbau- wie Ausbauarbeiten von 2 Prozent führten dazu, dass das Ergebnis aus 2011 nicht gehalten werden konnte. Somit traf im Jahresverlauf 2012 auch die rund 300.000 Unternehmen des Bau- und Ausbau-Handwerks mit ihren über 2,4 Millionen Beschäftigten der allgemeine konjunkturelle Abschwung.

Für das Jahr 2013 sind die Mitgliedsunternehmen der Bundesvereinigung jedoch zuversichtlich. Begründet wird dies durch stabile Zuwachsraten bei den Baugenehmigungen und wieder anziehenden Sanierungsmaßnahmen. "Wir erwarten 2013 ein moderates Umsatzwachstum von 1,5 Prozent. Wachstumsmotor für das Bauhauptgewerbe bleibt der Wohnungsbau", so Karl-Heinz Schneider.

Für das Bauhauptgewerbe prognostiziert die Bundesvereinigung Bauwirtschaft im Wohnungsbau ein Umsatzplus von 3,5 Prozent. Mit 230.000 neuen Wohnungen wird gerechnet und damit stütze die Neubautätigkeit das Bauhauptgewerbe.

Positiv entwickelt im Wirtschaftsbau 2012 haben sich Genehmigungen und Auftragseingänge. Bei den Investitionen der Industrie wäre 2013 verhaltener Optimismus angebracht, während bei Dienstleistern und im Logistiksektor mit zunehmenden Investitionen zu rechnen sei. Insgesamt werde für den gewerblichen Bau eine nominale Umsatzzunahme von 1 Prozent erwartet.

Moderat positiv fällt die Prognose für den öffentlichen Bau mit +1,5 Prozent aus, da die Steuereinnahmen der Gebietskörperschaften um weitere 13 Milliarden Euro auf den neuen Rekordwert von 587 Milliarden Euro steigen sollen. Schneider: "Der Bund hat den zunehmenden Finanzierungsspielraum bereits genutzt: Die Aufstockung der Investitionen in die Verkehrswege im laufenden Jahr von 600 Millionen Euro ist ein positives Signal." Bei den Gemeinden rechnet die Bundesvereinigung Bauwirtschaft - nach dem deutlichen Einbruch im Vorjahr - 2013 nur mit einer Stabilisierung der Bauausgaben.

Das Ausbaugewerbe und der Bereich Energie-/Gebäudetechnik und Dienstleistungen setzen auf anhaltend hohe Nachfrage im Bereich energieeffizienter Sanierung und demografiebedingter Modernisierungsleistungen.

Großer Nachholbedarf bestehe weiter bei der Anpassung des Wohnungsbestandes und der kommunalen Infrastruktur an eine stark alternde Bevölkerung.

Das Handwerk benötige gut ausgebildetes Personal. Trotz überproportional hoher Ausbildungsleistungen des Handwerks stellte Schneider für die Unternehmen der Bauwirtschaft mehr und mehr einen Fachkräftemangel fest. Es werde tendenziell schwieriger, bei der rückläufigen Anzahl von Schüler/innen Auszubildende für Bauhandwerksberufe zu gewinnen. Schneider sieht hier einen harten Branchenwettbewerb. Bei den Beschäftigten insgesamt rechnen für 2013 die Unternehmen der Bundesvereinigung Bauwirtschaft nur mit einem geringfügigen Zuwachs von etwa 6.000 Beschäftigten.
Quelle: Bundesvereinigung Bauwirtschaft / bba

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