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Verzeichnis überarbeitet und erweitert

Baustoffliste verweist auf schadstoffarme Baustoffe

15.09.2014, 10:10

Giftige Ausdünstungen durch Gebäude selbst lassen sich durch die Verwendung schadstoffarmer Materialien beim Bauen oder Renovieren verhindern. Das gilt auch für Sanierungen. So musste ein Wohnungsunternehmen in Bochum eine ganze Reihe von Dächern erneut sanieren lassen, nachdem mit Ortschaum gedämmt wurde, der Formaldehyd freisetzte.

Das gilt erst recht für ältere Gebäude. Viele schädliche Baustoffe mit Asbest, PCB oder PAK waren früher üblich und erlaubt. Besonders weit verbreitet: künstliche Mineralfaserprodukte wie Glas-, Stein-oder Schlackenwollen für die Gebäudedämmung. Wurden diese Dämmstoffe nach dem Jahr 2000 eingebaut, können sie als nicht krebserzeugend bewertet werden. Insbesondere Produkte, die vor 1996 eingebaut wurden, stehen aber im Verdacht, krebserzeugend zu sein.

Trotzdem besteht keine Notwendigkeit, die Dämmung auf jeden Fall auszutauschen. "Sofern das Material einwandfrei verbaut wurde und dicht vom Innenraum getrennt ist, gibt es keinen Handlungsbedarf", sagt Walter Dormagen, Schadstoff-Experte von TÜV Rheinland.

Auch viele der heute eingesetzten Bauprodukte geben Schadstoffe in die Raumluft ab. Farben, Lacke und Kleber enthalten beispielsweise Lösemittel, Weichmacher oder Biozide. "Lösemittelarm oder -frei" bedeutet nicht unbedingt, dass das Produkt schadstoffarm ist. Denn zugesetzte organische Flüssigkeiten, die nicht zu den Lösemitteln zählen, können die Raumluft ebenso belasten, teilweise sogar über einen längeren Zeitraum als herkömmliche Lösemittel.

Auch als "ökologisch"deklarierte Produkte eignen sich nicht zwangsläufig für schadstoffarmes Bauen. "Viele dieser Stoffe enthalten geruchsintensive Terpengemische als natürliche organische Lösemittel", erklärt Dormagen."Diese können die Haut und Schleimhäute reizen sowie allergische Reaktionen auslösen."

Prüfzeichen wie der "Blaue Engel" oder Natureplus kennzeichnen sichere Baustoffe. Auch TÜV Rheinland vergibt Prüfzeichen für schadstoffarme Produkte und Gebäude. Zudem verfügt der Prüfdienstleister über eine regelmäßig aktualisierte Baustoffliste mit mehr als 600 unbedenklichen Produkten. Diese Liste ist insbesondere für Handwerksbetriebe und Bauunternehmen relevant und kann für 50 Euro bei TÜV Rheinland bestellt werden. Quelle: TÜV Rheinland / pgl

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