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Belebung ist vor allem im Neubau spürbar

Baukonjunktur zieht seit April kräftig an

24.05.2013, 06:30

Die Baukonjunktur zieht nach dem langen Winter mächtig an. Die Umsatzerwartungen der Baustoffindustrie an das restliche Jahr 2013 fallen deshalb besonders zuversichtlich aus: Drei Viertel der Hersteller rechnet mit steigenden oder gleich hohen Umsätzen wie im Vorjahr, 29 Prozent gehen von einem Anstieg von 5 Prozent und mehr aus. Das zeigt die aktuelle Frühlingsumfrage von Bauinfoconsult unter Herstellern der Bau- und Installationsbranche.

Bereits im ersten Halbjahr 2013 zeichnet sich danach für je mehr als ein Drittel der Hersteller ein Umsatzanstieg gegenüber 2012 ab. In Bezug auf das Gesamtjahr haben die Hersteller ihre Erwartungen nochmals höher geschraubt: 57 Prozent der Befragten versprechen sich vom laufenden Jahr eine Steigerung ihres Unternehmensumsatzes, weitere 16 Prozent gehen davon aus, das Umsatzniveau von 2012 halten zu können.

Trotz der schwachen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal ist die Zuversicht der befragten Hersteller von Bau- und Installationsprodukten nicht aus der Luft gegriffen. Nach wie vor herrschen günstige Rahmenbedingungen für das Bauen wie aus dem Lehrbuch (sinkende Arbeitslosigkeit, gute Verbraucherstimmung, erhöhte Angebotsnachfrage auf den Mietmärkten, niedrige Hypothekenzinsen usw.). Dazu kommt nicht zuletzt die gute Auftragslage der Bauwirtschaftsakteure, die nach der langen Kältephase einiges aufzuholen haben und nicht von ungefähr ebenfalls mit einem guten Umsatzergebnis für 2013 rechnen.

Trotzdem mischen sich auch dunkle Farbtöne ins Stimmungsbild: Wie schon in der Herbstumfrage 2012 gibt es auch im Frühling 2013 einen nicht unbeträchtlichen Anteil der Hersteller, die mit einer negativen Entwicklung rechnen müssen: Jeder fünfte Hersteller geht von einem Umsatzergebnis aus, das gegenüber 2012 negativ abfällt. Pessimistische Erwartungen werden damit von deutlich mehr Herstellern geäußert als in den Vorjahren üblich. Hier wird nochmals erkennbar, dass einige Hersteller in den ersten Monaten von 2013 bereits empfindliche Umsatzverluste hinnehmen mussten, die sich auch negativ auf das Gesamtjahresergebnis auswirken: So verliefen bei 38 Prozent der Hersteller die ersten Umsatzmonate des Jahres 2013 erkennbar schlechter als im Vorjahreszeitraum.

Die im wesentlichen gute Konjunktur spiegelt auch der KfW-Indikator wieder. Gegenüber dem Vorjahresmonat legt der KfW-Indikator Eigenheimbau im März um 2 Prozentpunkte zu. Der Aufwärtstrend wird von den günstigen Rahmenbedingungen gestützt. Nach wie vor bieten niedrige Zinsen, steigende Einkommen, ein robuster Arbeitsmarkt und eine hohe Anlegerpräferenz für Sachwerte ein gutes Umfeld für die Neubautätigkeit.

Die Zahl neugebauter Wohnungen dürfte 2013 bei leicht über 200.000 Einheiten liegen. Bereits 2012 hatte die Neubautätigkeit zugelegt. "Auch im Jahr 2013 wird der Wohnungsbau insgesamt und damit auch der Neubau der Wachstumsmotor des Baugewerbes bleiben", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Wir rechnen mit insgesamt rund 204.000 neuen Wohneinheiten." Quellen: Bauinfoconsult / KfW / pgl

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