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Bionischer Trick beugt Algen und Pilzbefall an der Wand vor

Bau 2015: Stos neue Farbe trocknet Fassaden

21.01.2015, 10:45

Fassade mit Dryonic Farbe, Bau 2015
Fassaden trocknen mit Dryonic schneller. © S. Thole

Sto hat auf der Bau eine Fassadenfarbe vorgestellt, die Wände schneller abtrocknen lässt. Das Prinzip dafür haben sich die Forscher des Unternehmens bei der Natur abgeschaut, und zwar bei dem in der unwirtlichen namibischen Wüste lebenden Nebeltrinker-Käfer.

Das zwei Zentimeter große Tier muss mit sehr wenig Wasser auskommen und nutzt seinen Körper, um nächtlichen Nebel aufzufangen. Das Wasser wird von kleinen hydrophilen Warzen auf der Körperoberfläche aufgenommen. Dort bilden sich kleine Tropfen, die dann in winzigen hydrophoben Kanälen zum Mund umgeleitet werden. Um das Wasser zu nutzen, neigt sich das Tier extrem nach vorne.

Mit hydrophilen und hydrophoben Strukturen arbeitet auch die Farbe Dryonic, die Sto entwickelt hat. Das Wasser läuft sehr viel schneller von der Fassade ab. Das soll Algenbildung verhindern, ohne dass Biozide eingesetzt werden. Die haben den Nachteil, dass sie teuer sind und ausgewaschen werden, dass also die Wirkung im Laufe der Zeit nachlässt. Das sei bei der neuen Farbe nicht der Fall, sagt Sto, die behält ihre Eigenschaften. Sie kann für alle Farben, also auch dunkle Töne und für viele unterschiedliche Oberflächen eingesetzt werden. 

Es gibt auch bisher schon Lösungen, um Putzfassaden ohne Biozide zu realisieren. Das Interesse der Bauherren ist aber noch nicht groß. pgl

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