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Bestandssanierung und Plusenergie-Konzepte stehen im Mittelpunkt

Bau 2013 wird von Kongressprogramm begleitet

07.01.2013, 07:00

Besucher der Bau im Jahr 2011
Am 14. Januar 2013 öffnet die Fachmesse Bau ihre Pforten. © Messe München GmbH

Mit einem umfangreichen Kongressprogramm startet am 14. Januar die Fachmesse Bau in München. Dabei stehen die Sanierung des Gebäudebestands, die Realisierung von Plusenergie-Konzepten und der Umbau kompletter Stadtquartiere im Mittelpunkt der Debatten.

Das Forum in Halle B0 beschäftigt sich am Eröffnungstag, nach dem Startschuss durch Bundesbauminister Peter Ramsauer, ausführlich mit dem Umstieg zu Plusenergie-Konzepten für Gebäude. Die sollen mehr Energie produzieren, als sie selbst verbrauchen. Das funktioniert nur bei geringem Heizbedarf. Die erzeugte Energie der Plusenergie-Häuser gilt es zu puffern und sinnvoll zu verteilen. Der Weg in die Plus-Energiewelt soll über die Bereitstellung von Energienetzen für komplette Stadtquartiere führen.

Dabei geht es in den Vorträgen nicht um Visionen, sondern um ganz praktische Fragen, die bei der Sanierung des Gebäudebestands zu lösen sind. Professor Klaus Layer, langjähriger Leiter der Gewerblichen Akademie für Glas-, Fenster- und Fassadentechnik (GFF) in Karlsruhe und seit Anfang 2013 Professor im Fachbereich Bauingenieurwesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach, beleuchtet die Aufgaben, die moderne Fenster im Rahmen der Energiewende erfüllen können.

Längst geht es dabei nicht mehr um U-Wert-Rekord, sondern um Multifunktionalität und Einbindung in die Gebäudeautomation. Um Strategien zur Vermeidung von Bauschäden geht es in den Vorträgen von Thomas Warscheid von LBW Bioconsult, und Heike Böhmer vom Institut für Bauforschung e.V. und Thomas Morszeck vom Fraunhofer IRB. Dazu zählt auch ein Beitrag zur Wohnraumlüftung.

Parallel dazu findet am Montag der Kongress "Wir bauen die Energiewende" des Bundesbauministeriums im Internationalen Congress Center München (ICM) statt. Auch dort werden erfolgreiche Plusenergie-Konzepte präsentiert. Nachmittags geht es im Kongress auch um die Debatte um Dämmstoffe. Thomas Lützkendorf vom Karlsruher Institut für Technologie beschäftigt sich ab 16.20 Uhr mit der Frage, ob sich Dämmung aus Sicht von Ökobilanzen lohnt. Anschließend geht Andreas Holm vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz in München der Frage nach, wie innovativ und nachhaltig Dämmstoffe sind.

Ebenfalls parallel findet am Montag im Forum C2 eine Vortragsreihe zum Thema Infrastruktur und Stadt statt. Sie beschäftigt sich mit der Frage, welche Auswirkungen Mobilität, die Integration von Arbeit, Leben und Wohnen, der Klimawandel und die schwindenden Energiereserven auf Architektur und Städtebau haben.

Einen Höhepunkt des ersten Kongresstages bildet die Preisverleihung für die Produktinnovation Praxis Altbau ab 17.30 Uhr.

Am Dienstag 15. Januar geht es im Forum B0 unter dem Titel "Leben ohne Grenzen" weiter. Neben Konzepten für die sinnvolle, barrierefreie und altersgerechte Gestaltung von Wohn- und Lebensraum stehen erneut Plusenergie-Konzepte im Fokus. Manfred Hegger stellt um 12.30 Uhr Ideen zur Effizienzhaus-Plus-Modernisierung vor. Eva Schulze vom Berliner Institut für Sozialforschung erläutert im Anschluss Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung von Effizienzhaus-Plus-Projekten

Das BMVBS veranstaltet im ICM ein ganztägiges Symposium zur neuen Energieeinsparverordnung 2013. Experten geben einen Überblick zum aktuellen Stand der Debatte.

Im Forum C2 geht es am 15. Januar um Integrale Planungs- und Ausführungsprozesse. Diese werden in der Architektur sowohl im Neubau als auch im Altbau durch die technischen Möglichkeiten und die Forderung der Energieeffizienz komplexer. Vorträge beschäftigen sich damit, wie sich Planungsprozesse ändern und beschreiben dies anhand von Praxisbeispielen.

Am Mittwoch, 16. Januar drehen sich die Präsentationen im Forum B0 um das Thema Nachhaltigkeit in vielen Facetten. Den Auftakt macht Andreas Rietz vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit einem Vortrag unter dem provokanten Titel "Bundesimmobilie und Nachhaltigkeit - Wertschöpfung oder Steuerverschwendung?".

Einblicke in die Baupraxis der öffentlichen Hand gibt es bei Tim Wameling von der Landesbauabteilung der Oberfinanzdirektion Hannover. Er beschäftigt sich ab 11.30 Uhr mit dem Einfluss des Energiestandards auf den Wert der Immobilie. Spannend dürfte es auch in den beiden Impulsrunden "Kontrollierte Wohnraumlüftung versus Heizkosten" ab 15 Uhr und "Bleiben die Anforderungen der EnEV finanzierbar?" ab 17 Uhr werden.

Das Forum C2 beschäftigt sich am Mittwoch mit den Auswirkungen des Parametric Design und geht der Frage nach, ob dieses Konzept entwurfsverändernd oder gar entwurfsbestimmend wird.

Am Donnerstag 17. Januar stellt die Forschungsinitiative Zukunft Bau im Forum B0 Projekte vor, in denen das Bauen der Zukunft bereits heute erprobt wird. Professor Manfred Hegger von der TU Darmstadt macht den Auftakt mit dem Vortrag zum Thema "Effizienzhaus Plus und E-Mobilität" unter anderem am Beispiel eines Projekts der Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG, das 2014 bezugsfertig sein soll.

Christoph Roedig vom Institut für urbanen Holzbau stellt anschließend mit Woodcube und Fertighauscity 5+ Baukonstruktionen und Zukunftssysteme in Holzbauweise vor. Mit energiegewinnenden Fassaden beschäftigen sich die Vorträge von Jan Wurm von Arup Berlin, dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und Sto. Internationale Trends stellen Fraunhofer-Forscher vor. Ulrich Zink vom Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung e.V. beschäftigt sich mit Grenzwerten und Strategien zur Qualitätssicherung.

von Pia Grund-Ludwig

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