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Bei der Sanierung mögliche Dämmung der Wand beachten

Balkon sanieren kann Energie sparen

15.07.2014, 06:30

Aus energetischer Sicht kann ein sonniger Balkon eine Kehrseite haben: "In Räumen unter einem Balkon drohen unter Umständen Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Außerdem kann über den Balkon eine erhebliche Menge an Heizenergie verloren gehen", erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie gibt Tipps, wie Balkonbesitzer Energie sparen und Komfort gewinnen können.

Mit ihrer Glasfläche und möglichen Undichtigkeiten kann die Balkontür ein Wärmeleck sein. Zudem ist der Durchgang häufig schmal und mit Schwellen oder Stufen verbunden. Eine neue, luftdicht eingebaute Tür mit Wärmeschutzverglasung minimiert Energieverluste.

Die Balkonplatte ist in vielen Altbauten die Verlängerung einer Geschossdecke und damit eine Wärmebrücke. Darüber geht zum einen Heizenergie verloren. Zum anderen führt das kalte Bauteil zu ebenfalls kühlen Stellen an Wänden und Decken angrenzender Räume. Dort droht in der Heizperiode Tauwasser- und in der Folge Schimmelbildung. Wer solche Probleme feststellt, sollte Expertenrat einholen. In manchen Fällen schafft eine fachgerecht angebrachte Innendämmung Abhilfe.

Müssen Bodenbelag, Putz und Balkonbrüstung ohnehin erneuert werden, ist auch das Dämmen der Balkonplatte eine Möglichkeit. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab.

Ein aufgeständerter Boden, etwa aus Holz, sorgt auch ohne Türaustausch zumindest auf der Außenseite für stolperfreie Bewegungsfreiheit. Wichtig: Wird das Bodenniveau erhöht, muss unter Umständen auch die Geländerhöhe angepasst werden.

Weil für Dämmung, Abfluss, Boden, Geländer und Schönheitsreparaturen einige Kosten zusammenkommen, sollten sanierungswillige Balkonbesitzer auch einen Abriss in Erwägung ziehen. Denn neue Balkone werden so angebracht, dass keine Wärmebrücken entstehen, und können innen und außen schwellenfrei und komfortabel gestaltet werden.

Wer einen neuen Balkon an ein Haus ohne Fassadendämmung anbringt, sollte die spätere Montage einer Dämmung schon mit einplanen. Der nachträglich angebrachte Wärmeschutz kann sonst Komfort und Bewegungsfreiheit auf dem Balkon schnell wieder schmälern, indem er die Nutzfläche verkleinert. Für die Verankerung eines neuen Balkons sollte ein Haltesystem eingesetzt werden, das keine Wärme überträgt. Im Idealfall nehmen Hausbesitzer die Projekte Balkon und Fassadendämmung gleichzeitig in Angriff. Für Baumaßnahmen am Balkon, die Barrieren reduzieren oder die Energieeffizienz steigern, gibt es verschiedene Förderkredite. Quelle: Verbraucherzentrale NRW / pgl

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