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Wohnungswirtwschaft hält 5 Milliarden Euro für notwendig

Ansatz für Gebäudesanierung im Haushalt zu niedrig

06.07.2011, 10:53

Heute wird der Haushaltsentwurf 2012 im Bundeskabinett verabschiedet. Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft  apelliert an die Bundesregierung, die Themen Städtebau und altersgerechtes Wohnen nicht zu vernachlässigen. Den Beschluss, das KfW-Gebäudesanierungsprogramm zumindest für die nächsten drei Jahre mit einem Volumen von jährlich 1,5 Milliarden Euro jährlich auszustatten, wertete Verbandschef Axel Gedaschko als Schritt in die richtige Richtung. Dennoch müsste im Haushalt mehr Geld für die Gebäudesanierung bereitgestellt werden, wenn die im Energiekonzept der Bundesregierung geforderte Sanierungsrate von zwei Prozent pro Jahr erreicht werden soll. Der Umweltausschuss des Bundesrates hatte dafür mittelfristig fünf Milliarden Euro gefordert. Darüber hinaus komme es auch darauf an, die Fördereffekte so zu gestalten, dass Bauen und Sanieren zur Erreichung höherer energetischer Standards attraktiv sei und auch nachgefragt werde.

Der demographische Wandel erfordert auch ein Umdenken beim Bauen. "Das KfW-Programm Altersgerecht umbauen ist ein wichtiger Baustein, um Barrierereduktion in den bestehenden Wohnimmobilien zu erreichen", erklärte Gedaschko. Im Bundeshaushalt für 2012 seien jedoch gar keine Mittel mehr für dieses Programm vorgesehen. "Angesichts der großen Aufgabe, den Wohnungsbestand an die zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft anzupassen, ist dies nicht angemessen", so Gedaschko weiter. Das Programm habe seit dem Start 2009 dazu beigetragen, dass mehr als 51.000 Wohneinheiten barrierereduziert und damit Investitionen in Höhe von über 670 Millionen Euro angestoßen wurden, die mehr als 3.000 Arbeitsplätze jährlich gesichert haben. Das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen" muss daher auf hohem Niveau langfristig fortgeführt werden. "Wir würden auch eine Kombination mit den energetischen Programmen der KfW begrüßen", erklärte Gedaschko.

Bei der Städtebauförderung fordert der Verband eine Mittelausweitung. Der Mittelansatz liege jetzt um rund 45 Millionen Euro unter dem bereits extrem gekürzten Budget für 2011 und um 290 Millionen Euro unter dem eigentlichen Bedarf von 700 Millionen. "Wir brauchen eine starke Städtebauförderung. Sie ist essenziell für die Bewältigung des demographischen und wirtschaften Wandels", so Gedaschko. Zudem sei die Städtebauförderung keine Subvention, sondern die finanzielle Beteiligung des Staates bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben - nämlich der Entwicklung der Städte. Sie habe immense investive Effekte und damit volkswirtschaftlichen Nutzen. Die Städtebauförderung stärke Gewerbetreibende und Hauseigentümer in den geförderten Quartieren und komme damit vor allem dem Mittelstand zugute. bba

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