RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Dämmung & Fassade » Aktuelles » Artikel » Umweltschützer uneins über Regierungspolitik

WWF spricht von Vorreiterrolle, DNR von Ausbremsen

Umweltschützer uneins über Regierungspolitik

Guido Westerwelle und Angela Merkel

Die Politik zur Gebäudesanierung der Regierung stößt auf geteiltes Echo. Bild: CDU

Berlin. Lob und Tadel erhält die Bundesregierung im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen von Umweltschützern für ihre Initiativen zur energetischen Gebäudesanierung. Mit Top-Noten zeichnet sie der WWF in einer Studie im internationalen Vergleich aus. Deutschland blockiere wichtige Neuerungen im Rahmen der Verhandlungen zur Gebäuderichtlinie auf Ebene der Europäischen Union, moniert dagegen Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

In einer groß angelegten Studie hat der WWF Klimaschutzmaßnahmen der G-20-Staaten untersucht. Dabei haben das deutsche Gebäudesanierungsprogramm und das Erneuerbare Energien Gesetz die Plätze eins und zwei im Ranking belegt. Seit der ersten EnEV habe sich der Energiebedarf im Neubau durch die Energieeinsparverordnungen von 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr  (kWh/m2a) auf die Hälfte reduziert, so die Wissenschaftler. Bei sanierten Bestandsgebäuden sei er auf 80 kWh/m2a gesunken.

Besonders gut kommt in der Bewertung das Marktanreizprogramm weg. Das Marktanreizprogramm ist am 1. März 2009 in Kraft getreten und belohnt den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Ein Euro an Fördermittel habe hier 12 Euro an Investitionen angestoßen, schreiben die Forscher.

Gute Noten hat in der Studie auch das EEG bekommen. Es habe 2008 dazu geführt, dass 56 Tonnen CO2 eingespart worden sind. Das entspreche immerhin 7,5 Prozent der Emissionen der Bundesrepublik.

Kritischer beurteilt der Deutsche Naturschutzbund (DNR) die Politik der Bundesregierung. Er wirft ihr vor, auf europäischer Ebene eine Bremserrolle einzunehmen und Vorschläge der EU-Kommission für eine Einbeziehung des Gebäudebestands in Energieeffizienzmaßnahmen zu blockieren. "Unter anderem weist die Bundesregierung den Vorschlag zurück, Ziele für den Anteil an Niedrig- und Nullenergiehäusern im Gebäudebestand einzuführen", sagt der Verband. Auch die Anregung, zwei Instrumente zu wählen, um die CO2-sparende Sanierung zu fördern, lehne die Bundesregierung mit dem Verweis auf bestehende Programme ab.

Seite 1 von 2
Blättern 1 2 Weiter

 

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.
Meldung vom

Zurück

Premiumpartner

EnBauSa Ticker

17.05.2012

Richtlinie zur Sanierung bei Schimmel modifiziert

Der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. ... » mehr


16.05.2012

Stein- und Glaswolle dominieren bei Dämmstoffen

Stein- und Glaswolle dominieren nach wie vor den Markt für Wärmedämmstoffe, so eine aktuelle ... » mehr


12.05.2012

Institut will deutsche Zertifikate nach BREEAM vergeben

In fünf europäischen Ländern gibt es bereits Zertifikate, die nach dem Standard BREEAM vergeben ... » mehr


09.05.2012

Helma baut zwei weitere energieautarke Häuser

Helma hat die ersten beiden energieautarken Häuser an private Bauherren verkauft. Die beiden Häuser ... » mehr


05.05.2012

Velux nominiert Projekte für Architekten-Wettbewerb

Im Rahmen des Architekten-Wettbewerbs 2012 sucht Velux Architekten, die mit einer intelligenten ... » mehr


Bloggen mit der Redaktion

EnBauSa.de

Checklisten

Energieberatersuche


Preisvergleich einholen