Schutz vor Sommerhitze klappt meist ohne Klimagerät
Mit den nun endlich sommerlichen Temperaturen steigt bei den meisten Menschen die Laune. Doch manchmal ist die Freude nur kurz, wenn die Hitze dafür sorgt, dass sich über mehrere heiße Tage die Wohngebäude so aufwärmen, dass an entspannten Schlaf kaum zu denken ist.
In den Baumärkten stapeln sich zu Beginn der Sommerzeit die Klimageräte. Insbesondere die dort vertriebenen tragbaren Kompakt-Klimageräte.
Besser ist es, baulich gegen eine Überhitzung der Wohnräume aktiv zu werden. Zu den sinnvollen Maßnahmen zählen insbesondere die Dämmung des Dachs als Teil des Architekturkonzepts und der Außenflächen. Die sparen nicht nur Heizenergie im Winter, sondern sorgen auch vor allem bei Dachwohnungen für erträgliche Temperaturen ohne Ventilator oder gar Klimagerät. Im Neubau sollte der Hitzeschutz bereits sein, etwa durch die Konstruktion von Überständen an Dachgauben. Dadurch kann man erreichen, dass die Fenster im Sommer beschattet sind, im Winter aber durch die tiefer stehende Sonne Wärme aufgenommen wird. Nächtliches Querlüften im Sommer sollte selbstverständlich sein, um aufgeheizte Innenräume und Mauern bis zum Morgen auf angenehme Temperaturen zu bringen.
Hilfreich sind zudem Maßnahmen, die verhindern, dass über die Fenster, etwa in großen Wintergärten oder bei Südfassaden tagsüber zu viel Hitze in die Wohnung kommt. Die simpelste Maßnahme ist die Verschattung, etwa über Klapp-Läden, Rollläden oder Jalousien. Außenliegende Rollläden reduzieren die Sonneneinstrahlung um bis zu drei Viertel, innenliegende Verschattung kommt auf 25 Prozent, sagt Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg.
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