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Verbraucherzentrale mahnt 35 Hersteller mobiler Klimageräte ab

Klimaanlagen treiben Stromrechnung hoch

Außenansicht Haus mit Fensterfront

Gute Fenster sind sinnvoller als Klimageräte. © Kneer

Bei hohen Temperaturen und niedrigen Einstiegspreisen unter 100 Euro klingt die Anschaffung eines Klimageräts attraktiv. Verbraucher- und Umweltschützer warnen aber vor geringer Kühlwirkung bei hohen Stromkosten und entsprechend schädlicher Klimabilanz.

Das Bundesumweltministerium hat passend zur Hitzewelle einen Hitzeschutzratgeber aufgelegt. Mieter und Hauseigentümer erhalten darin erste Tipps. "Natürlich verlockt die Hitzewelle dazu, dass hitzegestresste Menschen bei den vermeintlich günstigen Klimageräten zugreifen, aber die Quittung kommt später", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der Co2online GmbH, die Trägerin der Klimaschutzkampagne ist.
 

 
Die Experten raten vor allem zu Dämmung und Verschattung statt Klimatisierung. "Bei einer energetischen Sanierung sollten Materialien mit hoher Wärmespeicherkapazität und hohem Flächengewicht kombiniert werden", erklärt Frank Menzer, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. Pflanzliche Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten und Zellulose-Produkte seien besonders zu empfehlen, präzisiert der Experte. Das bringe nicht nur im Sommer Schutz in Hitzeperioden. Die verbesserte Dämmung reduziert im Winter auch die Heizkosten. Auch Hitzeschutzfolien können den Hitzeeintrag minimieren.

Über zwei Millionen Klimageräte laufen bereits in Deutschland, ein Drittel nach Angaben von Co2online in Wohngebäuden. "Leider übersehen die meisten die Folgekosten. Schnell können weit über 150 Euro zusätzliche Stromkosten über den Sommer zusammenkommen", sagt Loitz.

Die Stiftung Warentest hat in einem Test im Juni 2008 bei zwölf geprüften Geräten Stromkosten zwischen 400 bis über 900 Euro für jeweils 3.000 Betriebsstunden errechnet. Allerdings ist diese Betriebsdauer relativ lang, an 40 Tagen mit über 25 Grad kommen deutlich weniger Stunden zusammen. 

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