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Gelungene Sanierung eines 60er-Jahre-Hauses

"Haus Hild" braucht heute nur noch ein Zehntel

Südfassade am Abend

Die Glasfassade wertet das Haus optisch auf. Bild: Wimmer

Nürnberg. Das Haus Hild am Grönacker in Nürnberg war ein typisches 60er-Jahre-Haus. Im Zuge der Sanierung wurde der schlichte kubische Baukörper aus dem Jahr 1953 nicht nur erhalten, sondern die klare kubische Form durch eine neue, nicht mehr eingerückte und hochwärmegedämmte Fassade im Erdgeschoss verstärkt. Im Zuges des Dena-Wettbewerbes "Effizienzhaus - Energieeffizienz und gute Architektur" wurde das Objekt mit einem der Preise in der Kategorie Sanierung Ein- und Zweifamilienhäuser ausgezeichnet.

Architekt Benjamin Wimmer ist es gelungen, den Heizwärmebedarf durch die Gebäudedämmung und den Einbau von Passivhausfenstern von 237 kWh/(m²a) auf 27 kWh/(m²a) zu reduzieren.

Im ursprünglichen Zustand dominierten die auf der Süd-, Ost- und Westseite eingerückten Fassaden das Erscheinungsbild des Gebäudes. Die zurückgesetzten Außenwände führten zu einer erheblichen Verschattung der Fensterflächen, zu einem ungünstigen Hüllflächen-Volumen-Verhältnis und zu gravierenden Wärmebrücken. Die Schwachstellen des Bestandshauses waren dunkle Räume und hohe Heizkosten.

Durch den Einbau einer passivhausgeeigneten Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Dreifachverglasung, die den Abmessungen der Erdgeschossdecke folgt, schuf Wimmer sonnendurchflutete Räume, die einen unverstellten Blick in den Garten ermöglichen und das ganze Jahr über Wintergartenatmosphäre bieten.

Das Urteil der Jury

 

"Das Haus Hild am Grönacker in Nürnberg zeigt beispielhaft auf, wie die Sanierung eines typischen Einfamilienhauses aus den 50er/60er Jahren gelingen kann, ohne dessen Grundstruktur in Frage zu stellen.

Die Vorteile der 60er Jahre Typologie – großzügige Öffnungen zum Garten und klare kubische Formensprache – wurden durch eine kompaktere Hülle nicht nur energetisch optimiert, sondern auch in ihrer architektonischen Qualität gestärkt.

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