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Verhandlungen um Zertifikate für Energieberater laufen weiter

GIH diskutiert Strategien zur Gebäudesanierung

Rede von Ministerialrat Hans-Dieter Hegner auf dem Kongress des GIH in Berlin

Ministerialrat Hegner erläutert die Strategie zur Gebäudesanierung. © Roland Popp

Die Sanierung von Altbauten stand im Mittelpunkt  eines Kongresses anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Bundesverbands der Gebäudeenergieberater, Ingenieure und Handwerker (GIH) in Berlin. Zu den zentralen Themen zählten Qualität der Wohnluft nach einer Sanierung, die Vermeidung von Bauschäden und die Zertifizierung von Energieberatern.

Gute Luftqualität und wie man sie herstellt beschäftigte  mehrere Referenten des Kongresses. In diesem Kontext stellte Stefan Helbig das sogenannte Zuluftkastenfenster vor, das seinen Platz besonders bei der Sanierung denkmalgeschützter Altbauten findet. "Das Kastenfenster in der Ofenheizungswohnung war schon immer ein Zuluftfenster", sagte der wissenschaftliche Mitarbeiter der Materialforschungs- und Prüfanstalt der Bauhausuniversität Weimar. Helbig zeigte, wie das historische, zweiteilige Fenster in neuer Form in der sanierten Gebäudehülle seine Qualitäten ausspielen kann. Durch Öffnungen am unteren Außenrahmen und oben am Innenrahmen strömt die frische Zuluft in den Raum hinein. Der Vorteil: durch die solare Strahlung wird die Luft im Zwischenraum vorgewärmt. Dadurch erreicht das Kastenfenster, das aus zwei einfachverglasten Elementen besteht, laut Helbig einen U-Wert von 1,2 w/m2K, der rechnerisch nachweisbar ist. Zusätzlich verhindere das stetige Durchströmen trockener Frischluft die Kondenswasserbildung im Fensterzwischenraum.

Speichertechnologien für Strom aus erneuerbaren Energien sind derzeit ein Dauerthema in den Medien, wenn es um die bevorstehende Energiewende geht. Um Strom aus Wind und Sonne rund um die Uhr verfügbar zu machen, erforscht das Fraunhofer ICT unterschiedliche Batteriekonzepte. Jens Noack stellte eine Alternative zur teuren Lithium-Ionen-Batterie vor, die Redox-Flow-Batterie. Sie besteht im Prinzip aus zwei Flüssigkeiten, die durch eine Membran voneinander getrennt sind. Die Elektrolytmenge entspricht der zu speichernden Energiemenge. Dadurch entsteht ein modulares, skalierbares System, das sich sowohl für Wohnhäuser mit Fotovoltaikanlage als auch für Windparks im Leistungsbereich einiger Megawatt eigne. Die Redox-Flow-Batterie habe eine zehnmal so hohe Lebensdauer bei gleicher Größe, die Wartung einzelner Komponenten könne mittelfristig zusätzliche Kostenvorteile bieten. Ziel sei es, die Kosten für kleine Anlagen auf 2.000 Euro pro Kilowatt zu senken.

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