Dämmstoffhersteller kämpfen um die geringste Dicke
Weber-Maxit hat das Verarbeitungsproblem adressiert, indem die Vakuum-Isolationspaneele (VIP) in EPS-Platten integriert wurden. Dadurch sind die Paneele wirkungsvoll vor Beschädigungen auf der Baustelle geschützt. Zudem können die Dämmplatten mit dem Produktnamen Weber.therm LockPlate in den Randbereichen geschnitten und auch verdübelt werden, ohne dass der Vakuum-Kern beschädigt wird.
Neben dem Streben nach immer geringeren Wärmeleitfähigkeiten sieht Gellert zwei weitere Trends im Dämmstoffmarkt. Zum einen den zur Verbesserung der Gesamtsysteme aus Befestigung und Armierung der Dämmstoffe sowie der Deckschicht. Ein Beispiel hierfür sind spezielle Lamellensysteme, die bei Steinwolle-Dämmplatten dafür sorgen, dass der Putz besser hält. Zum anderen den, dass Hersteller und Anwender mehr auf die Inhaltsstoffe der Dämmstoffe schauen. "Ökolabel für Dämmstoffe sind ein großes Thema", so Gellert.
Knauf Insulation etwa bietet seit einem Jahr Glaswolle-Dämmstoffe mit Ecose-Technologie an. Ecose ist nach Angaben des Herstellers ein Bindemittel, das frei von Formaldehyd, Phenol oder Acryl und ohne künstliche Farben, Bleich- oder Färbemittel ist. "Derzeit wird das Prüfverfahren zur Bewertung von Emissionen europaweit genormt", nennt Gellert ein weiteres Indiz für die steigende Bedeutung der Inhaltsstoffe von Dämmstoffen. Dabei geht es nicht nur um Ausdünstungen, bei Perimeter-Dämmungen werden auch Auswaschtests vorgenommen. Gellert: "Insgesamt lässt sich beobachten, dass Dämmsysteme verstärkt ganzheitlich betrachtet werden: Von der physikalischen Leistungsfähigkeit bis hin zu ihren Auswirkungen auf die Umwelt." sth
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